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Montag, 28. Juli 2014

Warten auf den Ultimaker Support

Ohne Worte...




oder vielleicht doch:
Weiss jemand, wo man Ultimaker2 Ersatzteile herbekommt, wenn nicht von Ultimaker direkt?

Freitag, 25. Juli 2014

Basteltag in der Schatzkammer

Heute morgen erwartete uns ein toller Anblick in unserem Druckraum, alle Prints waren gut gelungen. Dies ist bei Druckzeiten von 60h, 37h und 28h durchaus keine Selbstverständlichkeit.



Einzig die Druckqualität am UM2 lässt trotz Verbesserungen wie dem Bowdentube Holder vor UM2 und dem Dust Filter, immer noch zu Wünschen übrig. In den Staubfilter haben wir zugeschnittene Teile der Scheuerseite eines Haushaltschwamms gesteckt.




   

Nur gerade mit dem weissen PLA von Swiss RepRap lose ohne Spule gedruckt, kam der Drucker bei 230°C ohne Probleme zurecht. Mit allen anderen Filamenten auf Rollen, kam nichts brauchbares heraus. Dies obwohl wir sowohl eine gelagerte Rollenhalterung, wie auch eine gelagerte Umlenkrolle installiert haben. Gewindestangen, Kugellager, Muttern und Unterlagsscheiben hatten wir faul von Distrelec online bestellt.



Die Umlenkrolle haben wir anhand der beiden Designs Ultimaker 2 Filament Guide (With Bearing) und Ultimaker 2 filament guide mit Hilfe von Tinkercad angepasst. Unser Design Ultimaker 2 Filament Guide - GueggelMod findet ihr ebenfalls bei Thingiverse. Die beiden störenden Metallverdecke in den beiden hinteren Ecken des Druckers haben wir zuvor entfernt.





Die Rollenhalterung Low friction spool holder gefällt uns sehr gut, sie verringert den Widerstand beim Abrollen merklich.



Montag werden wir die Druckdüse ausbauen und dann mit einem Feuerzeug erhitzen, danach wieder einbauen. Danach das Arctic Silver 5 mit dem ArctiClean von Heater und Temperaturmesser entfernen und durch IC Diamond 7 Carat ersetzen. Mal sehen, ob das was bringt. Zudem warten wir noch auf Bescheid vom Ultimaker Support, ob und wann sie uns nun Ersatzteile senden werden.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Grosses Objekt kopieren

Wir haben eine interessante Anfrage erhalten, ob man eine Kunstfigur ca. 300 x 300 x 160 mm aus Gips in Bronze kopieren könne. Interessant ist die Anfrage deswegen, weil wir daran einiges Lernen könnten, so etwa die Wahl des geeigneten Scan-Verfahrens, und insbesondere die Herstellung eines Objekts mit grösseren Dimensionen als dem Bauraum des Ultimaker2.

Die Figur aufnehmen und daraus ein 3D-Modell generieren, das würden wir mit einer Nikon und 123D Catch machen. Je eine Serie mit und ohne farbigen Markern auf dem Objekt und im Hintergrund aufgeklebt, und das Ganze auf Zeitungspapier stehend.



Für die Herstellung der Kopie haben wir folgende Optionen geprüft:

1) Online-Druckdienste Shapeways und i.materialise mit unserem Modell des Bären bedient, und so versucht ein ungefähr identisches Volumen wie bei der Kunstfigur zu simulieren. Damit haben wir dann geschaut, was in den Dimensionen überhaupt erhältlich ist, und wenn ja, zu welchem ungefähren Preis.


Fazit:
Nur Shapeways kann in der Dimension drucken, bei i.materialize haben wir vom Kundendienst nur die Antwort erhalten, sie bieten das nicht an. Höhlt man das Modell nicht aus, wird es viel zu teuer. Ob sich das Objekt jedoch aushöhlen lässt hängt von der Form ab, da nebst dem Aushöhlen auch mehrere kleine Löcher am Objekt angebracht werden müssen, damit nach dem Druck das gesamte Pulver aus dem Inneren des Objekts abgesaugt werden kann. Die Anforderungen an das Modell je nach verwendetem Material sind bei den Online-Druckdiensten gut zusammengestellt.


2) Figur verkleinert im Massstab 1:2 auf dem Ultimaker2 ausdrucken.


Fazit:
Der Interessent möchte eine möglichst exakte 1:1 Kopie, keine Verkleinerung. Und wir besitzen nur den einen Ultimaker2, mit seinem maximalen Bauraum von ca. 200 x 200 x 200 mm.


3) Zerschneiden des Modells in mehrere Einzelteile, welche in unseren verfügbaren ca. 200 x 200 x 200 mm druckbar sind, und die Teile danach zusammensetzen, wie wir das beim Eiffelturm oder den grossen Reliefs bereits erfolgreich gemacht haben.



Fazit:
Den Kunden stören die Nähte, die es dabei trotzdem am fertigen Objekt gibt. Wir haben noch keinen Weg gefunden, die Einzelteile schöner zusammen zu fügen. Müsste man alles ausprobieren, z.B. die Teile aus weissem PLA drucken, und dann Bemalen, Sprayen oder Galvanisieren?


4) Aushöhlen des Modells mit Netfabb und Meshlab unter Berücksichtigung der Angaben von Shapeways für das Material "Matte Bronze Steel" (Stahl mit Bronze Finish, wahlweise matt oder glänzend)?



Fazit:
Bronze ist bei Shapeways nicht in der Grösse verfügbar, die Sachen aus Stahl jedoch bis zu einer Grösse von 762 x 393 x 393 mm. Die Kosten können durch das Aushöhlen massiv reduziert werden. In der Grösse kommt das Objekt aber trotzdem noch auf einen stattlichen Preis zu stehen, was wohl auch dem Material geschuldet ist. Beim Bären funktioniert das Aushöhlen relativ gut, da dieser keine filigranen Stellen aufweist. Das angefragte Objekt besitzt aber leider Extremitäten, welche nicht viel Aushöhlen zulassen.


5) Produzieren via 3dhubs.com, auf einem grösseren 3D-Drucker. Wir haben den Bären bei 3dhubs.com hochgeladen und nach einem geeigneten Anbieter gesucht.


Fazit:
Es gibt noch keinen Anbieter auf 3dhubs, der sowas in der gewünschten Dimension z.B. aus bronzeFill oder einem ähnlichen Material herstellen würde. Da müssten wir den jeweiligen Betreiber des Hubs schon direkt anfragen. Leider gibt es keine Filtermöglichkeit nach der Dimension des Objekts, nebst Material nur nach dem Verfahren oder Druckermodell. Dazu müsste ich aber den Bauraum jedes Druckers kennen, oder jeden Hub aufmachen und dort reinschauen, welche Dimensionen das Gerät hat.


6) Beschaffung eines grösseren FDM-Druckers, der einen ausreichenden Bauraum besitzt.


Fazit:
Es sind mehrere Drucker auf dem Markt in einer vernünftigen Preisklasse verfügbar, die sowas bieten. Fertig montierte, wie auch Kits zum selber zusammenbauen. So wären wir zwar unabhängig, Platzbedarf, Kosten und Zeitaufwand sind aber nicht zu vernachlässigen. Die Liste oben ist nicht abschliessend, wir tragen noch weitere Modelle zusammen.


Nun wäre es interessant, das Scannen und die Optionen 3-6 anhand eines konkreten Gegenstandes in dieser Grösse auszuprobieren. Im Moment ist es noch eine Frage des Zeitaufwands und der Kosten.