Google+ 3D-Drucken

Sonntag, 14. Dezember 2014

Frust pur mit tinkercad

Foto von zwei Fäusten, die einen Computer bedrohen
Bildquelle: http://stockarch.com/images/abstract/concept/computer-frustration-2886

Die Freude war gross an der kleinen Schule in Guttannen, als zwei Ultimaker 1 für ein Projekt bis zum Jahresende ankamen und viele erfreuliche Erlebnisse und Entdeckungen waren mit den Druckern auch möglich. Doch irgendwann haben alle Kinder mal ihr Bedürfnis am Keksförmchen zeichnen und drucken gestillt und möchten neben dem Drucken von coolen thingiverse - Objekten selber aktiv gestalten und entwerfen. Tinkercad würde hierfür eine geradezu ideale Plattform bieten und dies - erstaunlicherweise - selbst für 9 - Jährige, die gut klarkommen mit dieser 3D - Zeichnungsoberfläche. In den vergangenen Wochen hatte ich, um die Zeit der verfügbaren Drucker gut zu nutzen, extra Zusatzstunden eingeschaltet um den Schüler/innen möglichst viele und breite Erfahrungen mit thinkercad und den beiden Druckern zu ermöglichen. Leider endete dieses Unterfangen jedoch - mindestens aus Lehrersicht - im Debakel. Alle Wahlfachstunden mussten aus organisatorischen Gründen an Nachmittagen stattfinden, doch zu jener Tageszeit war tinkercad oftmals blockiert. Das Einloggen in den tinkercad - Account war zwar möglich und die bisher gezeichneten Objekte wurden auch angezeigt, konnten jedoch nicht geöffnet werden. Auch der Start eines neues Designs war blockiert. Erst dachte ich an ein lokales Netz-Problem o.ä., erfuhr jedoch vom Fachmann, dass es sich beim Problem um den grossen Traffic in den USA handeln könnte, der dort in den Morgenstunden auf den Servern lastet und jene überlastet.

Nun, es bleibt leider ein schaler Nachgeschmack! Motivierte Schüler/innen zu haben, die begeistert dran waren, das 3D - Zeichen zu entdecken und eigene Kreationen aller Art zu gestalten und sie dann nicht arbeiten lassen zu können, das frustriert. Eigentlich wollten wir z.B. auch in kleinen Videos zeigen, wie schon Drittklässler das Handling von tinkercad erstaunlich gut im Griff haben, doch dazu kam es wegen ständig blockiertem Online - Tool leider gar nicht.

Gefordert werden müsste grundsätzlich ein Tool für Schulen, welches von PH's oder wem immer finanziert wird, Schul- Logins erlaubt und über genügend starke Server verfügt, so dass alle angemeldeten Schulen und Institutionen problemlos parallel damit arbeiten könnten. Bestimmt wären die Schulen gar bereit, hierfür eine Gebühr zu entrichten. Es ist tinkercad ja auch nicht zu verübeln, dass das kostenlose Angebot nicht über eine gigantische Serverleistung verfügt, es wäre auch vermessen, dies zu fordern.

Natürlich gibt es zahlreiche Alternativen zu tinkercad, doch wir hatten den Eindruck, tinkercad biete für die Grundschule die beste und intuitivste Oberfläche.

Freitag, 12. Dezember 2014

Tower of Pi

Im Zusammenhang mit einer Anfrage haben wir die Machbarkeit eines solchen Stifthalters mittels FDM durch diesen Druckversuch abgeklärt, und auch gleich die effektive Druckzeit auf einem Ultimaker Original ermittelt, sie beträgt 18h 31min bei 0.08mm Schichten, 20% Füllung und 50mm/s Druckgeschwindigkeit.

Stifthalter Tower of Pi gedruckt auf einem Ultimaker Original
Stifthalter Tower of Pi gedruckt auf einem Ultimaker Original

Druckzeit 18h 31min bei 0.08mm Schichten, 20% Füllung und 50mm/s
Druckzeit 18h 31min bei 0.08mm Schichten, 20% Füllung und 50mm/s


Gedruckt haben wir den Tower of Pi in der kleinen Variante aus unserem Testmaterial das grad noch so rumlag. Das Resultat ist erstaunlich gut, wenn man die vielen Überhänge in Betracht zieht. Der Ultimaker hatte besonders mit den vielen Rückzügen (Retractions) zu tun, da er auf jedem Layer praktisch bei jeder Ziffer neu absetzen musste. Im Gegensatz zum Ultimaker 2 hat der Ultimaker Original jedoch keine grösseren Probleme mit einer solch grossen Anzahl an Rückzügen innerhalb kurzer Strecke. Erstaunlich war auch, dass sich das Objekt überhaupt nicht vom Drucktisch gelöst hat, und so einen schön flachen Boden erhalten hat.

Samstag, 29. November 2014

Neuschneekristalle

Urs Beyeler aus Bern hat sich im Nachgang des Tages der offenen Tür gemeldet, und uns zwei schöne Originale seiner Fotos von Neuschneekristallen gebracht. Wir werden nun versuchen, die Kristalle zu digitalisieren, und in einer vernünftigen Grösse auf dem 3D-Drucker auszudrucken.

Foto des Dendritischen Sterns mit Verbreiterung der Astenden
Dendritischer Stern mit Verbreiterung der Astenden. (sog. Entenfussform).
(c) Urs Beyeler, aufgenommen auf dem Jungfraujoch

Foto des Dendritischen Sterns
Dentritischer Stern
(c) Urs Beyeler, aufgenommen auf dem Jungfraujoch


Schritte von der Aufbereitung zum Druck:


1) Einscannen am Kopierer, als JPG speichern

Eingescanntes Foto des Dendritischen Sterns mit Verbreiterungen der Astenden
Eingescanntes Foto des Dendritischen Sterns mit Verbreiterungen der Astenden

Eingescanntes Foto des Dendritischen Sterns
Eingescanntes Foto des Dendritischen Sterns


2) In Photoshop zuschneiden und in SW-Form umwandeln

Dendritischer Stern mit Verbreiterungen der Astenden in schwarz-weiss
Dendritischer Stern mit Verbreiterungen der Astenden in schwarz-weiss

Dendritischer Stern in schwarz-weiss
Dendritischer Stern in schwarz-weiss


3) Umwandlung von JPG nach SVG mit Online-Convert.com

4) Import der SVG-Datei in Tinkercad und Grösse auf max. 190 mm x 10 mm ändern

In Tinkercad importierte SVG Form des Dendritischen Sterns mit Verbreiterungen der Astenden
In Tinkercad importierte SVG Form des Dendritischen Sterns mit Verbreiterungen der Astenden

In Tinkercad importierte SVG Form des Dendritischen Sterns
In Tinkercad importierte SVG Form des Dendritischen Sterns


5) 3D-Drucken aus weissem PLA von Swiss RepRap auf unseren Ultimaker Original. Wenn ihr selber Drucken wollt, könnt ihr euch unsere Neuschneekristalle bei Thingiverse herunterladen.

3D gedruckter Dendritischer Stern mit Verbreiterungen der Astenden
3D gedruckter Dendritischer Stern mit Verbreiterungen der Astenden

3D gedruckter Dendritischer Stern während des Drucks
3D gedruckter Dendritischer Stern während des Drucks

3D gedruckter Dendritischer Stern
3D gedruckter Dendritischer Stern


Zum Testen auch einen Guezliausstecher aus dem Stern mit den breiteren Armen gedruckt - funktioniert.

Erste Druckschicht des Dendritischen Sterns mit Verbreiterungen der Astenden als Guezliform
Erste Druckschicht des Dendritischen Sterns mit Verbreiterungen der Astenden als Guezliform

Fertig gedruckte Guezliform des Dendritischen Sterns mit Verbreiterungen der Astenden
Fertig gedruckte Guezliform des Dendritischen Sterns mit Verbreiterungen der Astenden


Weitere Ideen sind Löcher in den Sternen, um sie besser aufhängen zu können, oder auch die Sterne in verschiedenen Grössen zu drucken. Die Idee von Herrn Beyeler war, die Community mit echten Neuschneekristallen wie sie in der Natur vorkommen zu versorgen, und nicht nur die synthetisch generierten Schneeflocken zu sehen. Leider konnte er uns praktisch nichts über die 3D-Gestalt der Gebilde erzählen. Einzig an den Enden sollte man wohl die Kristalle etwas abflachen.