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Dienstag, 22. Juli 2014

Neuer alternativer Vorschub am Ultimaker 2

+Sebastian Friedrich hat mich auf sein Design Yet Another Ultimaker 2 Feeder auf Youmagine hingewiesen. Es ist ein Mix zwischen den Designs von |Robert| (welches wir zuvor montiert hatten) und Geeks. Zusätzlich bietet es eine schöne Filament-Führung mit zwei Rollen, damit das Filament möglichst gerade von unten eingezogen wird. Gedruckt haben wir die Teile im Büro aus PLA, zuhause aus ColorFabb XT. Im Büro haben wir den Feeder bereits montiert, zuhause steht das noch an.





Nachdem letzte Nacht die Klammer aus PLA gebrochen ist, und ein mehrstündiger Druck damit fehl schlug, haben wir die Klammer in Tinkercad etwas angepasst, und einen unserer GüggelMods erstellt. Montiert - funktioniert.





Bleibt nur noch das Temperaturproblem in den Griff zu bekommen, denn wir drucken auf unserem UM2 im Büro aktuell PLA bei 245+°C, damit wir überhaupt noch etwas drucken können. Verwirrend ist, dass bei gewissen Geschwindigkeiten der Materialfluss problemlos funktioniert. Bei langsamerem Fluss hat der Drucker mehr Mühe mit dem Vorschub.



Wir sind in Kontakt mit dem Ultimaker Support, um das Problem zu lösen, und haben auch schon Ersatz für das Arctic Silver 5 in Form des Innovation Cooling Diamond 7 Carat bestellt, welches bereits in der Wirkung nachlässt. Das Diamanten-Zeugs sollte auch höheren Temperaturen trotzen können.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Ultimaker 2 back on track

Unser Ultimaker 2 druckt wieder! Der entscheidende Tipp kam von +Sebastian Friedrich, und heisst Wärmeleitpaste. Vor seinem Tipp hatten wir noch den Austausch des Netzteils ohne Erfolg ausprobiert. Danach sind wir auf den Tipp von Sebastian hin los zum PC-Shop und haben uns die Wärmeleitpaste Arctic Silver 5* geholt.



Zurück damit am Ultimaker 2 haben wir den Drucker aufgeheizt, das Druckmaterial entfernt, und den Drucker ausgeschaltet. Die Verkleidung mit Lüftern demontiert, und die Düse dann vom Druckkopf entfernt.





Die lange Stellschraube haben wir mit einem feinen Inbus vorsichtig gelöst.
  



Dann haben wir das Heizelement und den Wärmemesser herausgenommen. Die Wärmeleitpaste an Heizelement und Wärmemesser gestrichen, und alles wieder zusammengesetzt.





Also Material wieder geladen und fix einen erfolgreichen Testdruck bei 220°C gemacht. Es war während des Drucks kein einziges Mal das leider schon viel zu vertraute Geräusch des Feeders zu hören.





Geholfen hat uns neben dem Ultimaker 2 assembly manual auch die Anleitung Changing Ultimaker 2 nozzle das FabLabs Regensburg.


*Nachtrag zu Arctic Silver 5:
"Temperaturbeständig: -50 bis +150°C, bei höheren Temperaturen kristallisiert die Masse und verliert ca. 10 % ihrer Wärmeleitfähigkeit. Maximale Temperatur: +250°C." laut thermalforce.de. Wem das also zu unsicher ist, der sollte sich ein Produkt holen, welches höhere Temperaturbeständigkeit besitzt. Quellen etwa bei thermalforce.de oder mueller-ahlhorn.de.

Dienstag, 15. Juli 2014

Ultimaker2 out of order

Traurig, traurig... unser Ultimaker2 druckt nicht mehr. Nach einigen hundert Stunden Druckzeit zeigen sich die ersten Anzeichen von Verschleiss, welche sich darin äussern, dass der Drucker so gut wie unbrauchbar geworden ist. So gibt es ein kleines Leck zwischen Druckdüse und dem Isolator darüber, ein grosses Problem mit der Temperaturregelung, und der Feeder ist angefressen vom zu oft schräg eingezogenen Material. Der Rückzug funktioniert auch nicht mehr gleich gut, nachdem die Tube am Druckkopf von den Metallzähnen des Feststellteils angefressen wurden.

Druckversuch eines Teils des Eiffelturms.
Probleme mit dem Materialfluss zwangen uns zum Abbruch des Drucks.

Erstmal ist Pause angesagt für den Eiffelturm.


Die Probleme hatten sich schon abgezeichnet, so mussten wir bei immer höheren Temperaturen drucken. Danach schien der Drucker nach dem neusten Firmware-Update 14.07 wie tot, und konnte erst nach länger vom Strom nehmen wieder reanimiert werden. Der Ultimaker Support konnte sich das nicht erklären, und wir sind sicher, dass wir die UM2 Firmware geflasht haben, und nicht die vom UM1.

Vom Ultimaker Support bekamen wir den Rat, einen Testdruck zu machen.
Hier das Resultat bei 230°C.

Da läuft etwas zwischen Düse und Isolator raus,
und oben drückt es das weisse Teil raus.
Der Abstand zwischen Düse und Isolator
sollte laut UM2 assembly manual 1mm betragen.

Blau war zuletzt dran.


Auf der Suche nach einer Lösung für den Feeder sind wir im Ultimaker Forum fündig geworden. Dort gibt es seit Februar einen Thread zum Problem Underextrusion und alternativem Vorschub-Design. In der Anleitung zur Demontage des Feeders haben wir gelesen, dass man den Motor mit Schnur sichern solle, damit er nicht innen runterfällt, wenn man alle 4 Schrauben am Gehäuse entfernt. Da keine Schnur da war, haben wir uns mit Gummibändern beholfen. Gedruckt haben wir die Teile des alternativen Feeders zuvor auf dem UM2 bei sehr langsamer Geschwindigkeit und 240°C und darüber.

Einzelteile des Alternative UM2 Feeders v2 von Robert.

Original-Feeder geöffnet und Motor mit Gummibändern gesichert.

Abrieb am Gehäuse durch schräges Einziehen des Filaments.

Erste Schraube gesetzt, nun können die Gummibänder weg wenn sie wollen.

Die Gummibänder wollten zur Sicherheit nochmals ran,
da wir die einzelnen Schrauben nochmal lösen und justieren mussten.

Fast fertig, fehlt nur noch der Verschluss.
Dieser ist uns nämlich bei der Montage zerbrochen.

 Also haben wir auf dem UM1 daneben Ersatz in Orange gedruckt,
etwas mit dem Messer bearbeitet und dann montiert.

Grosser Vorteil des alternativen Designs:
Man kann den Verschluss wie beim UM1 öffnen,
und so das Material manuell viel schneller wechseln.
 
Nachteil: Die grossen Rollen verdecken den Verschluss
und müssen schon vor dem Wechseln ausgehängt werden.


Beim Materialwechsel haben wir festgestellt, dass das kleine Stück Tube, welches wir unten in den alternativen Feeder eingesetzt hatten, leicht verschoben hatte. Also das Ganze nochmal demontieren und dort eine Mutter hinterlegen, damit die Tube in Position bleibt.

Um Abrieb zu verhindern wird unten ein kleines Stück Tube eingesetzt.
Wir hatten noch Ersatz-Tubes von unseren UM1 rumliegen.


Als wir nun den Motor wieder an seinen Platz bringen wollten, haben wir aus Versehen eines der Kabel für die Endstops mitgeschleift und sind es nicht mehr losgeworden von aussen. Da haben wir nach Montage-Anleitung zum UM2 nachgeschaut, und gesehen, dass sich das Blech welches die beiden Motoren in der hinteren linken Ecke verdecken, mit nur einer Schraube lösen entfernen lässt. Damit die Kabel nicht nochmal zwischen den Motor und das Gehäuse geraten, haben wir sie festgeklebt. Von aussen sieht man das durchscheinen, das ist uns aber egal.

Das Rote ist da am falschen Platz
und lässt sich nicht mal durch gut Zureden umstimmen.

Verdeck demontiert und die bösen Kabel
links am Gehäuse festgeklebt.
 
Und dann den Motor wieder ran.


Die Temperaturregelung ist das grösste Problem aktuell, denn während eines Drucks schwankt die Temperatur um +/-10°C, was keinen konstanten Materialfluss ermöglicht. Nun ruhen die Arbeiten am grossen Eiffelturm leider, bis der Ultimaker 2 wieder in Betrieb ist. Warten auf den Support in Holland. Wir vermuten einen Elektronik-Fehler, da wir inzwischen jede Firmware zwischen 13.12 und 14.07 ausprobiert haben, die Steckerverbindungen überprüft sind, der neue Feeder gut funktioniert, und die Druckdüse auch wieder gereinigt und in Position ist. Nachgedacht haben wir auch über den Austausch des Netzteils, nur mal so zum Testen.



Da ist einer wirklich müde. Auf die Seite gelegt
und das Elektronik-Verdeck demontiert.

Diese Stecker mögen Standard sein, mir gefallen sie trotzdem nicht.
Ich möchte lieber solidere Stecker, besonders bei den Temperatur-Slots.

Testresultat nach dem ganzen Gefrickel.

Wir denken noch über eine verbesserte Rollenhalterung mit Kugellagern nach, um auch dort noch den Widerstand zu reduzieren. Erst sollte aber das Temperatur-Problem in den Griff gekriegt werden.

Die schwarze Halterung möchten wir ersetzen.
Vielleicht auch die Führungen noch verbessern.